Deutschland wagt 1946 den Neuanfang. Die ersten freien Wahlen seit 1933 finden statt, in Frankfurt eröffnet der Zoo wieder und der erste Quelle-Lkw rollt durchs Land.
Winston Churchill war der Mann der unbequemen Wahrheiten. Als Politikvisionär erkannte der Brite schon früh, was wir noch heute über Russland wissen sollten.
Die UN stehen heute stark unter Druck – politisch, finanziell, moralisch. Doch gäbe es sie nicht seit 80 Jahren, man müsste diese Institution für Frieden sofort erfinden.
24 Meter Stahldraht in Spiralform, keine Anleitung zum Spielen: Alles sprach dagegen, dass der Slinky ein sich derart überschlagender Erfolg werden konnte.
Howard Carpendale kam aus Südafrika nach Deutschland und wurde Schlagerstar. Früher brachte ihm das Ärger ein. Heute ärgert ihn der marode Zustand des Musikgeschäfts.
Der Film "Ist das Leben nicht schön?" von 1946 ist zu Weihnachten ein Klassiker des Wohlfühlfernsehens. Seine Geschichte aber steckt voller Widrigkeiten.
Filmemacher, "Pope of Trash", Gast-Star bei den "Simpsons": Seit Jahrzehnten ist John Waters unter den Außenseitern ein Star. Dieses Jahr feiert er seinen 80. Geburtstag.
Die beste Zeit ihres Lebens? Die Rente, sagen die Männer. Ihre Fünfziger, sagen die Frauen. Fünf Babyboomer über Umbrüche, Herzschrittmacher und narzisstische Enkel
Aufgabe der Alten, gerade heute, ist doch: Freude in sich finden und sie Familie und Freunden schenken. Sagt die Schriftstellerin Gabriele von Arnim. Mit Dinnerpartys!
Als Europa noch in Ruinen lag, ließ ein Architekt im kalifornischen Nirgendwo die Moderne erblühen: Das Kaufmann Desert House ist eine Ikone aus Licht und Stahl.
Tupperware, das war: emanzipierte Hausfrauen und das Gefühl, das Gute sei haltbar. Jetzt lässt ein Investor die Boxen wieder aufleben. Wird die Tupperparty niemals enden?
1946 kommt in Kalifornien ein Mann zur Welt, der erst berühmt wird – und dann vergessen. Doch den Schuh, den man ihm widmet, kennt bis heute jeder: den Stan Smith.
Wolfgang Kleff wurde fünfmal Deutscher Meister – und Weltmeister, ohne eine Minute zu spielen. Er züchtete Blumen in Afrika und weiß, warum alle Torhüter verrückt sind.
Die Gründung des Internationalen Währungsfonds 1946 war vielleicht der ambitionierteste Versuch, den Staaten Regeln zu geben. Bis heute prägt er die Weltwirtschaft.
Was sich in den vergangenen 80 Jahren verbessert hat? Fast alles, sagt der Soziologe Martin Schröder. Er warnt: Hört nicht auf die Katastrophenlobbyisten.
Ralf Hütter hat mit Kraftwerk die internationale Popmusik geprägt. Hier erzählt er von den Anfängen, von nächtlichen Polizeikontrollen und einer späten Versöhnung.
Cher war die erste Sängerin, die Autotune als Stimmschminke einsetzte. Popgeschichte hat sie schon vorher kapitelweise geschrieben. Eine Würdigung zum 80. Geburtstag
Rafik Schami kam vor 50 Jahren nach Deutschland und wurde zu einem der Begründer migrantischer Literatur. Nach fast 3.000 Lesungen nimmt er Abschied von seinem Publikum.
Elastisches Design für den Neuanfang: 1946 bringen Ray und Charles Eames Sperrholzmöbel auf den Markt. Besonders ein Stuhl schmiegt sich bis heute an Körper und Zeit.
Im Dezember wird Steven Spielberg 80. Was waren seine besten Filme? Und was sind die besten Szenen darin? Eine subjektive Erinnerung an den Großmeister aus Hollywood
Sylvester Stallone war obdachlos – und boxte sich ganz nach oben. Eine Hommage an den ewigen Fighter, der dieses Jahr 80 wird. Und an seine schwarze Wollmütze.
Solange es Udo Lindenberg gibt, sind wir nicht verloren. Er wurde in Trümmern geboren. Aus all dem Gespenstischen, das er vorfand, baute er sein eigenes Land.
Als Hermann Hesse 1946 den Nobelpreis erhält, taucht er ab. Dennoch gibt der Autor, der den Zweiten Weltkrieg im Schweizer Exil verbracht hat, vielen Hoffnung.
Der Schweizer Musiker Pepe Lienhard prägte den Sound der Samstagabendshow. Hier erzählt er, wie er mit Frank Sinatra probte und Udo Jürgens jahrzehntelang begleitete.
Elfriede Jelinek lehnt die Welt ab und nimmt dennoch an ihr teil – bewaffnet mit einer Sprache, die leuchtet und wehtut. Und dabei will sie wenigstens gut gekleidet sein.
Ihre Großmütter wurden 103 und 108, die Künstlerin selbst sagt: "80 ist das neue 40." Ein Gespräch mit Marina Abramović, die nichts bereut und noch sehr viel vorhat
Goethe und grüne Soße, Suhrkamp und Techno, Haftbefehl und Heinz Schenk: Die deutsche Kultur verdankt Hessen viel. Dabei ist das Bundesland nur ausgedacht.
Vor 80 Jahren entdeckte ein US-Physiker den Stoff, der Spiegelei in der Pfanne gleiten lässt: Teflon. Doch erst die Franzosen brachten die Beschichtung in die Küche.
Ein geschmolzener Schokoriegel in der Hosentasche brachte den nicht studierten Physiker Percy Spencer zur Erfindung der Mikrowelle. Der Lohn für das Patent: zwei Dollar.
Als Japan Kautschukplantagen besetzte, suchte die US Rubber Company Ersatz für Gummi. Aus Öl wurde ABS und machte Telefone, Fernseher und Lego-Steine fast unverwüstlich.
1946 entstand mit einer alten Nazirakete das erste Foto, das die Erde vom Weltall aus zeigt. Der neue Blick veränderte das Verhältnis zu unserem Planeten und uns selbst.
Eine seltsame E-Mail aus dem Jahr 2106 offenbart, wie Computer sich weiterentwickeln werden: Sie lenken dann nicht nur den Verkehr, sondern auch China und die USA.
Er kam 1979 auf den Markt, lief mit zwei AA-Batterien, war 390 Gramm schwer – und zu groß für die Hosentasche. Die Geschichte von Sony und seinem Walkman.
Die Polaroid-Kamera von 1946 ist unserer digitalen Gegenwart ein Vorbild. Ohne die damals dreijährige Tochter ihres Erfinders hätte es sie vielleicht nie gegeben.
Mit Pathos und großem Ernst entstand im Februar 1946 die erste Ausgabe der ZEIT. Acht Seiten für 40 Pfennig, 20.000 Exemplare wurden gedruckt. Worum ging es?
Vom "New Look" bis zur Yogahose, von 1946 bis heute: Wir feiern Kleider, Accessoires und Momente, die die Mode für immer verändert haben, auch mal mit Sicherheitsnadel.
Von Noelle Konate, Carmen Böker, Johanna Jürgens u. a.