Spiel auf Sieg
1966 gewann erstmals ein US-Team mit schwarzen Spielern den Basketball-Cup. Hier ist das temporeiche Sportdrama zur wahren Begebenheit
Originaltitel
Glory Road
Regie
Dauer
118 Min.
Kinostart
06.04.2006
Genre
FSK
6
Produktionsland
Cast & Crew
Coach Don Haskins
Jerry Armstrong
Moe
Bobby Joe Hill
Trainer Adolph Rupp
Orsten Artis
Stuart Greer
Harry Lancaster
Tina Malichi
Wade Richardson
Mary Haskins
Wade Junior
Ross Moore
David Lattin
Togo Railey
Louis Baudoin
Willie Cager
Don Haskins
Brent Haskins
Harry Flournoy
Willie Worsley
Nevil Shed
Nevil Shed
Pat Riley
Redaktionskritik
1966 gewann erstmals ein schwarzes US-Team den Basketball-Cup. Hier ist der Film zur wahren Begebenheit
Ursprünglich war Ben Affleck für die Rolle des Trainers in diesem Sportdrama vorgesehen. Doch kurz vor der Vertragsunterzeichnung kam plötzlich die Absage seitens der Produktion. Auf Grund von Terminschwierigkeiten habe man sich nicht einigen können, lautete die offizielle Begründung. Die US-Klatschpresse hingegen höhnte, Affleck sei aussortiert worden, weil er an der Kinokasse nur noch Flops hinlegt.
Affleck muss sich nicht grämen. Ob die arg pathetische Geschichtsstunde über das erste überwiegend schwarze US-Basketballteam seine Karriere wieder angekurbelt hätte, ist fraglich. Nun spielt Josh Lucas den Trainer, und auch der hatte mit seinen Rollen – zuletzt „Stealth“ – kein glückliches Händchen.
Lucas ist Don Haskins, der legendäre Coach, der Anfang der 60er Jahre das Trainingder erfolglosen Texas Western Miners übernimmt. Gegen alle Widerstände gelingt es ihm, ein Team zu formen, in dem nicht die Hautfarbe, sondern Leistung zählt. Ergebnis: Haskins’ Jungs sind fast alle schwarz – nicht nur ein Novum in der Geschichte des Basketballs, sondern auch ein Politikum. Trotzdem schlagen sich die Underdogs in der NCAA-Saison 1966 bis zum Endspiel durch. Dort stehen sie einem rein weißen Team gegenüber, den bislang ungeschlagenen Ken-tucky Wildcats.
Werbefilmer James Gartner legte in seinem Leinwanddebüt von der Farbwahl bis zum Motown-Soundtrack viel Wert auf Sixties-Authentizität. Trotzdem nervt der Film mit „Schweiß, Blut und Tränen“-Reden sowie allzu vielen Sportfilm-Klischees.
Landet Josh Lucas jetzt auf der Ersatzbank? Wohl kaum. Auch wenn dem 34-Jährigen hier nicht der große Wurf gelingt, hat er noch ein Ass im Ärmel: eine Hauptrolle in Wolfgang Petersens Katastrophenthriller „Poseidon“